Transmediale Poesiegalerie

Die transmediale Poesie ist von Beginn an Teil der 2018 von Udo Kawasser initiierten und gemeinsam mit Monika Vasik, Peter Clar und Bea Schmiedl betriebenen Lyrik-Plattform Poesiegalerie. Drei der bislang vier Ausstellungen der transmedialen Poesiegalerie konnte ich dankenswerterweise kuratorisch betreuen. Dabei zeigten 30 transmediale Poet*innen aus vier Ländern (Österreich, Schweiz, Slowakei, Ungarn) ihre neuesten Werke bei dem einmal jährlich an drei Abenden stattfindenden Festival. Die Exponate sind auch auf der Webseite der Poesiegalerie als permanente Ausstellung dokumentiert. 2019 wurde die transmediale Poesiegalerie als Wettbewerb ausgeschrieben, aus dem Ausstellungsbeiträge von neun Teilnehmer*innen hervorgingen. Seit 2020 ist die transmediale Poesiegalerie zur Vernissage und optional zur Finissage von Performances und Artist’s Lectures begleitet: 2021 Jörg Piringer und die united queendoms (leider kurzfristig abgesagt), 2020 Harald Gsaller, Brigitta Höpler und Christoph Theiler. 

Zu einigen Richtungen und Positionen im vielfältigen und vielschichtigen Geflecht transmedial-poetischer Text-Bild-Klang-Zugänge konnte ich vier Artikel für die Poesiegalerie verfassen:

IT-Poesie – wenn Computer dichten. Über Poesie aus Programmiersprachen von den Anfängen bis Nick Montfort, Jörg Piringer, Zuzana Husárová, Ľubomír Panák und Richard Kitta.
1921 prägte Karel Čapek in seinem Theaterstück R.U.R. („Rossum’s Universal Robots“) das Wort „robot“ für humanoide Maschinen. Wie entwickelten sich maschinenpoetische Ansätze historisch und in welche Richtungen geht die Computerpoesie heute?

Schrift-Bilder – von der Kalligrafie zum Asemic Writing. Ein Überblick über handschriftliche Verfahren der visuellen Poesie von Shodō über Christine Huber und Hanne Römer bis Thomas Havlik. 

Fanzine, DIY und Mail Art – editorische Not oder kreative Tugend? Dazu befragt wurden die united queendoms, das fröhliche Wohnzimmer und die Fanzine-Expertin Magdalena Mayer. 

Jochen Höller, Erika Kronabitter, Andrea Zámbori. Drei Positionen aus drei Jahren TRANSMEDIALE POESIEGALERIE.

Für die edition ch lasen und performten im Leseprogramm der Poesiegalerie seit 2018 Thomas Havlik, Regina Hilber, jopa jotakin, Rhea Krčmářová, Gerald Nigl und Christoph Theiler. Nominiert von der Edition Das fröhliche Wohnzimmer von Ilse Kilic und Fritz Widhalm war ich in den Leseprogrammen 2018 und 2019 vertreten. 

Die erste Ausgabe der Poesiegalerie 2018 im raum für kunst+alltagskultur (Gumpendorfer Str. 23, 1060 Wien). Seit 2019 findet das Lyrik-Festival im Raum der IG Architektur (Gumpendorfer Str. 63B, 1060 Wien) statt. Fotos: Günter Vallaster

Scroll to Top