Foto: Günter Vallaster
Frisch erschienen in der Edition Atelier: Im Fremden schreiben, hg. von Arnulf Knafl und Renate Faistauer. 18 ehemalige Uni-Lektor:innen erinnern sich an ihre mehrjährigen Aufenthalte im Ausland. Mit Beiträgen von Dominik Barta, Marlene Danner, Sabine Dengscherz, Florian Gantner, Johannes Gelich, Ulrike Haidacher, Michael Hammerschmid, Ursula Knoll, Wilhelm Kuehs, Peter Landerl, Elisabeth Martschini, Verena Mermer, Elena Messner, Andreas Pargger, Eva Schörkhuber, Theresia Töglhofer, Günter Vallaster, Verena Walzl. Vorwort von Renate Faistauer, u.a. 1993 bis 2017 Senior Lecturer am Fachbereich Deutsch als Fremd- und Zweitsprache am Institut für Germanistik der Universität Wien, Einleitung von Arnulf Knafl, u.a. seit 1993 Betreuer des österreichischen Lektoratsprogramms (bis 2009 beim Verein Österreich-Kooperation, seit 2010 beim OeAD (Österreichischen Austauschdienst)). Portraitzeichnungen der Herausgeber:innen und Lektor:innen von Jorghi Poll eröffnen die Beiträge, deren Reihenfolge nach den geografischen Längengraden der Lektoratsstandorte angeordnet ist.
Der Link zum Buch auf der Homepage der Edition Atelier: Im Fremden schreiben.
Den Beitrag „Aktuelle Literatur und Kunst aus Nyíregyháza: László Csabai, József Fekete (Jofo), Zsuka Nagy, Andrea Zámbori“ konnte ich dankenswerterweise gemeinsam mit Marianna Bazsóné Sőrés erstellen, die während meiner Lektoratszeit 2005-2008 am Deutschen Lehrstuhl der Nyíregyházi Főiskola / Hochschule Nyíregyháza (heute Níregyházi Egyetem/Universität Nyíregyháza) Lehrende für neuere deutsche Literatur war und heute Leiterin des Lehrstuhls für deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft der Universität Miskolc ist.
Er steht ganz im Zeichen des bis heute anhaltenden kulturellen Dialogs und Austauschs über Sprach- und Landesgrenzen hinweg und im europäischen Kontext. In Montageform gehalten, wird er von einem kurzen Prolog eröffnet, mit u.a. einem Bericht über die mit freundlicher Unterstützung des ÖKF Budapest bis 2024 organisierten Auftritte und Workshops der österreichischen Autor*innen Petra Ganglbauer, Christl Greller, Ilse Kilic, Hanne Römer/.aufzeichnensysteme, Angelika Stallhofer, Fritz Widhalm, des Autors und Übersetzers György Buda sowie Andrea Zámbori und mir in Nyíregyháza und Miskolc und meinem einzigen in der Lektoratszeit entstandenen Gedicht „züge/vonatok“, das dankenswerterweise von der ehemaligen Institutskollegin Katalin Vincze ins Ungarische übersetzt wurde.
Daran anschließend erfolgt die Präsentation vier aktueller Positionen der Literatur und Kunst aus Nyíregyháza:
Erstmals in deutscher Übersetzung können der Roman-Autor László Csabai mit einem Ausschnitt aus seinem Roman „Inspektor Szindbád“ und die Lyrikerin Zsuka Nagy mit ihren Gedichten „Toskana“ und „Florenz“ vorgestellt werden. László Csabai ist u.a. auch Redaktionsmitglied der Literaturzeitschrift „A Vörös Postakocsi“ („Die rote Postkutsche“), Zsuka Nagy veröffentlichte auf Ungarisch bereits fünf Lyrikbände, zuletzt „les. Judit könyve“ mit Illustrationen von Borg de Nobel in der Reihe Mersz Könyvek (Mersz Bücher) der Bada Dada Alapítvány (Stiftung) Budapest und „TREK. Verspiktogramok/Verspiktogramme“ mit grafischer Umsetzung von József Fekete (Jofo) als Artzine, beide 2021. Die Übersetzungen besorgte dankenswerterweise Marianna Bazsóné Sőrés. Der bildende Künstler und langjährige Mitherausgeber des Artzines „Direkt Fanzine“ József Fekete (Jofo), heute auch Direktor der Nyíregyházi Városi Galéria (Städtischen Galerie Nyíregyháza), ist mit seiner Tuschezeichnung „Szabadság szeretném“ („Freiheit möchte ich“) vertreten, die bildende Künstlerin und Literaturillustratorin Andrea Zámbori (zuletzt 2022 Illustrationen zum Lyrikband „Stille Kometen“ von Angelika Stallhofer) mit ihrer Tuschezeichnung „Herzbau“.
László Csabai, József Fekete (Jofo), Zsuka Naygy und Andrea Zámbori wurden zudem befragt, wie sie zur Kunst und Literatur gekommen sind, wie ihre jeweilige künstlerische bzw. literarische Ausrichtung ist, wie sie die Kunstwelt in Nyíregyháza und an weiteren Orten erlebt haben und welche ihre weiteren künstlerischen Ziele sind, wodurch kurze Portraits der vier Autor*innen und Künstler*innen entstanden sind.
Die Antworten wurden von Marianna Bazsóné Sőrés ins Deutsche übersetzt. Andrea Zámbori, die sich als bildende Künstlerin Deutsch als Poesie-Sprache erschloss, das Goethe GDS C2 erwarb und heute als Deutsch- und Kunstlehrerin in Ulm tätig ist, antwortete auf Deutsch.
