Angelika Stallhofer: Stille Kometen. Gedichte.
Mit Illustrationen von Andrea Zámbori

2022, 74 S., ISBN 3-978-901015-76-2, € 15,-
Coverbild: © Andrea Zámbori

In fünf Zyklen – Brennen, Wasserstellen, Surren, Schlingen, Schwebebahn – werden Grundfragen der menschlichen Existenz poetisch verhandelt: Sprache und Herkunft, Furcht und Suche, Liebe und Paradoxien.
Die unwirtliche Landschaft der Existenz wird erkundet. Worte bilden darin die lebenspendenden Wasserstellen.

Illustrationen in Mischtechnik aus Zeichnung, Malerei und Scherenschnitt eröffnen die Zyklen.

„Angelika Stallhofer schreibt kurze, kompakte und interpunktionslose Gedichte, die kometengleich in der Mitte des Universums der jeweiligen weißen Buchseite platziert sind. Kometen haben ihre Umlaufbahn, sie mögen still sein, stehen dabei aber keineswegs still, sondern sind permanent in Bewegung. Auch die Gedichte Angelika Stallhofers sind bewegt, aber nicht hastig oder hektisch, sondern in sich ruhend, still, was kein Widerspruch ist, man denke nur an das wogende Meer und den sich windenden Wind. (…) Im Ganzen fügen sich die Arbeiten von Andrea Zámbori sehr harmonisch in den Band. Sie reagieren auf die Gedichte und kommunizieren voll Selbstvertrauen mit ihnen auf eine sehr feine Art und Weise.“ Astrid Nischkauer, Literaturhaus Wien 

„Der angebotene Empfindungsbogen vom Brennen über die Schlingen bis hin zum Schwebezustand bietet Navi-Punkte an, an denen sich die Welt kurz berühren lässt, wie ein unauffälliger Komet, der vorüberfliegt und gleichzeitig einschlägt. Angelika Stallhofer verdichtet diese Navi-Punkte zwischendurch zu einer Erkenntnis, wie sie sonst höchstens in bewährten Sprichwörtern zusammengeknotet sind. „Zum Luftholen / musst du / abtauchen“, heißt es im Paradoxon (37) lapidar. In diesem Stil sind auch die Illustrationen von Andrea Zámbori gehalten, einprägsame Piktogramme, die als Wegzeichen auf einem unsichtbaren Pfad aufgestellt sind. Eine Figur steht Hüft-abwärts auf Stelzen und ringt mit dem Wasser. Mit diesen Grundmotiven ist die Welt der stillen Kometen bestens illuminiert.“ (Helmuth Schönauer, „Lesen in Tirol“ und „Buch in Pension“)

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